RLP

27.02.2017

Ausstellung: Bientôt La Liberté Nous Reviendra – Freiheit – so nah, so fern

Das Gemeinschaftsprojekt von Gedenkstätten in Frankreich und Baden-Württemberg zum doppelten Ende des Konzentrationslagers Natzweiler ist vom 1. Juni bis 6. August 2017 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Lebensgeschichten von politischen sowie jüdischen Häftlingen im Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und in seinen Außenlagern. Die Ausstellung dokumentiert die grausame Behandlung und die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen die Häftlinge in den Lagern zu leiden hatten. Zugleich werden die Schicksale der Menschen vorgestellt, wer sie waren und warum sie von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.

Am 25. November 1944 entdeckten amerikanische Soldaten das menschenleere Konzentrationslager. Die zurückgelassenen Gegenstände, vor allem der Verbrennungsofen des Krematoriums, gaben Anhaltspunkte, welch grausamem Zweck das Lager gedient hatte. Am 5. Dezember 1944 veröffentlichte die New York Times eine Reportage über die „Todesfabrik“ im Elsass. Am 22. November 1944 wurde das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof durch die SS-Lagerverwaltung und das Kommandanturpersonal vollständig evakuiert. Die vier Häftlinge Léon Schilling, Conrad Adam, Mathias Barbel und Joseph Freismuth waren der Evakuierung entgangen. Nach der Ankunft der Amerikaner zeigten sie den amerikanischen und französischen Befreiern das Lager und listeten in einem schriftlichen Bericht Verbrechen und sadistische Quälereien der SS auf. Die Kommandantur des Konzentrationslagers Natzweiler zog von Natzweiler-Struthof auf die rechtsrheinische Seite nach Guttenbach und Binau um. Von dort wurden 15 noch bestehende und 23 neu eröffnete Außenlager östlich des Rheins befehligt und verwaltet.

Flyer zur Veranstaltung (2.4 MB)

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 1. Juni 2017, 18 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württembergund dem CERD Natzweiler